>> Beteiligte

   
 

Hochschulen

Institut für Raum- und Landschaftsentwicklung, ETH Zürich
Institut für Städtebau und Landesplanung, Universität Karlsruhe (TH)

Regionen

Verband Region Rhein-Neckar
Region Mittlerer Oberrhein
Region Südlicher Oberrhein
Region Hochrhein-Bodensee
Kanton Basel-Landschaft, Schweiz
Verband Region Stuttgart
Region Nordschwarzwald
Region Neckar-Alb

Ministerien

Wirtschaftsministerium des Landes Baden-Württemberg
Umweltministerium des Landes Baden-Württemberg

 

Institut für Raum- und Landschaftsentwicklung, ETH Zürich

Der Fachbereich Raumentwicklung gehört zum Institut für Raum- und Landschaftsentwicklung an der ETH Zürich. Schwerpunkte der Professur für Raumentwicklung (RE) sind die Planung, Entwicklung und Gestaltung unseres Lebensraumes.

Der Boden als zentrale Ressource unseres Lebensraumes ist begrenzt und nicht vermehrbar. Daraus und aus den vielfältigen Ansprüchen und Interessen an seiner Nutzung entstehen herausfordernde, aber auch faszinierende Aufgaben.
Die Professur widmet sich in Lehre und Forschung sowie in Kooperationsprojekten mit der Praxis schwierigen aktuellen und zukünftig bedeutsamen Aufgaben der Raumentwicklung. Dazu gehört schwerpunktmässig das Vermeiden zusätzlicher Zersiedelung, Nutzung von Synergien zwischen Infrastruktur - und Raumentwicklung und grenzüberschreitende Aufgaben. Zum Klären und Lösen solcher Aufgaben ist das Kennenlernen und das Trainieren von adäquaten Planungsmethoden, -prozessen und -instrumenten unerlässlich.

Leitung: Prof. Dr. sc. techn. Bernd Scholl
Dr.-Ing. Hany Elgendy
Dipl.-Ing. Markus Nollert
Dipl.-Ing. Sebastian Wilske
Dr. Marcia Pereira
Lic. rer. reg. Yose Kadrin

 

Institut für Städtebau und Landesplanung, Universität Karlsruhe (TH)

Das Institut für Städtebau und Landesplanung der Universität Karlsruhe (TH) hat einen seiner Arbeitschwerpunkte auf Fragen der Innenentwicklung und der integrierten Siedlungs- und Infrastrukturplanung gelegt. In diesem Zusammenhang wurden verschiedene Projekte und Veranstaltungen durchgeführt. Unter anderen zum Beispiel:

  • Modellvorhaben der Raumordnung „Nachhaltiges Regionales Siedlungsflächenmanagement (RESIM)“ (2003- 2005)
    In Zusammenarbeit mit dem Verband Region Stuttgart werden in der Region Stuttgart Potenziale und Instrumente für ein regionales Siedlungsflächenmanagement erkundet und entwickelt. Das Projekt wird im Rahmen des Forschungsprogramms "Modellvorhaben der Raumordnung" (MORO) durch das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) gefördert.
    Abschlussbericht (Kurzfassung)
  • Forschungsprojekt „Nachhaltiges Bauflächenmanagement Stuttgart“ (2001- 2003)
    Gegenstand war das Herstellen der Übersicht an Bauflächenpotenzialen, Aufbau einer fortschreibungsfähigen, internetgestützten Informationsplattform sowie das Aufzeigen von Handlungsfeldern und Aktivierungsstrategien.
    Abschlussbericht (Kurzfassung)
  • Kongress „Innenentwicklung vor Außenentwicklung“ (2003)
    Am 15./16.05.2003 diskutierte in Karlsruhe ein breites Fachpublikum die Frage, wie durch haushälterischen Umgang mit dem Boden die Attraktivität und die Entwicklungsmöglichkeiten von Gemeinden verbessert werden können.
    Homepage
  • Forschungsprojekt “Siedlungsentwicklung an Stadtbahntrassen - Das Beispiel Murgtal“ (1999-2001)Ziel des Forschungsprojekts war es, Zusammenhänge zwischen Siedlungs- und Verkehrsplanung zu analysieren und Verfahren aufzuzeigen, mit deren Hilfe integrierte Siedlungs- und Verkehrsentwicklung erreicht werden kann.
    Homepage

kommissarische Leitung: Prof. Dr. rer. nat. Joachim Vogt
Dr.-Ing. Hany Elgendy
Dipl.-Ing. Dirk Seidemann
Dipl.-Ing. Sebastian Wilske

 

Verband Region Rhein-Neckar

Auf der Grundlage eines Staatsvertrages zwischen den Ländern Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen über die Zusammenarbeit bei der Raumordnung und Weiterentwicklung im Rhein-Neckar-Gebiet wurde zum 01.01.2006 der Verband Region Rhein-Neckar gegründet.
Mit der Gründung des neuen Verbandes wurden die Aufgaben der Regionalplanung und Regionalentwicklung, die bisher in den Händen des Raumordnungsverbandes Rhein-Neckar, des Regionalverbandes Rhein-Neckar-Odenwald und der Planungsgemeinschaft Rheinpfalz lagen, auf den neuen Verband übertragen.

Der Verband hat ferner umsetzungsorientierte Aufgaben, z.B. bei der regionalen Wirtschaftsförderung und dem Standortmarketing.

Die Region Rhein-Neckar-Odenwald setzt sich aus den beiden Stadtkreisen Heidelberg und Mannheim sowie dem Rhein-Neckar-Kreis und dem Neckar-Odenwald-Kreis zusammen. Sie zählt mit 1,13 Mio. Einwohnern (30.06.2004) zu den einwohnerstärksten Regionen des Landes Baden-Württemberg und umfasst sowohl stark verdichtete Teilräume (Mannheim, Heidelberg, Rhein-Neckar-Kreis) als auch ländlich geprägte Gebiete (Neckar-Odenwald-Kreis). Der verdichtete Teilraum gehört zum Ländergrenzen übergreifenden Raumordnungsverband Rhein-Neckar.
Der Anteil der Siedlungs- und Verkehrsfläche an der Gesamtfläche der Region ist im Zeitraum 1989-2001 von 15,2% auf 16,9% gestiegen. Dies entspricht einer Zunahme um 11,5%. Trotz der allgemein anerkannten Notwendigkeit einer verstärkten Innenentwicklung ist auf der Ebene der Flächennutzungsplanung ein anhaltender Flächenverbrauch festzustellen. Verantwortlich dafür ist weniger das Fehlen von Innenentwicklungspotentialen, als vielmehr zahlreiche Unwägbarkeiten bei der Realisierung dieser Flächen.


Zur Begrenzung der zunehmenden Flächeninanspruchnahme werden die Ziele der Raumordnung und Landesplanung zur Innenentwicklung durch den Regionalverband Rhein-Neckar-Odenwald konkretisiert. Die Kommunen sollen dazu bewegt werden, ihre Siedlungsentwicklung vorrangig am Bedarf auszurichten durch Nutzung von Baulücken, Baulandreserven, Brachflächen und Möglichkeiten der Verdichtung und Arrondierung. Zur Förderung der Innenentwicklung werden auch die neuen Instrumente der Raumplanung, wie z.B. raumordnerische Verträge oder regionale Entwicklungskonzepte eingesetzt. Aktuell befassen sich insbesondere zwei Projekte des Regionalverbands Rhein-Neckar-Odenwald mit der Thematik:
In einem Teilprojekt des Aktionsprogramms „Modellvorhaben der Raumordnung“ (MORO) im Schwerpunkt „Nachhaltige Siedlungsentwicklung“ des Bundesamts für Bauwesen und Raumordnung (BBR) werden ökonomische Steuerungsinstrumente zur Reduzierung der Flächeninanspruchnahme bzw. deren Verknüpfung mit raumplanerischen Steuerungsansätzen in der Region Rhein-Neckar-Odenwald modellhaft untersucht. Es wird hinterfragt, ob und wie geeignete ökonomische Steuerungsmodelle mit entsprechenden finanziellen Anreizen zu einer Verhaltensänderung bei den Kommunen beitragen und damit die von der Raumplanung präferierte Siedlungsentwicklung unterstützen können. Aus den Untersuchungsergebnissen werden allgemeingültige Aussagen formuliert.
Zur Innenentwicklung trägt auch die Ausweisung von Siedlungsbereichen an Haltepunkten des ÖPNV unter Reaktivierung von brachliegenden Bahnliegenschaften bei. Vielfach lässt sich allerdings feststellen, dass die bekannten Baulandreserven von den Gemeinden nicht ausgeschöpft werden. Dies hängt damit zusammen, dass die Wiedernutzbarmachung von Bahnflächen in der Regel ein schwieriger und zeitintensiver Prozess mit großen Herausforderungen für die Beteiligten darstellt. Vor diesem Hintergrund hat der Raumordnungsverband Rhein-Neckar zusammen mit dem Verkehrsverbund Rhein-Neckar GmbH, der Deutschen Bahn Services Immobilien GmbH und dem Planungsbüro ANP aus Kassel das „Bahnhof-Standorte-Programm Rhein-Neckar“ ins Leben gerufen. Auf Grundlage von Kooperationsvereinbarungen verfolgt die Initiative das Ziel, nicht mehr für den Bahnbetrieb benötigte Flächen und Gebäude wieder in die Planungshoheit der Gemeinden zurückzuführen und damit neue städtebauliche Nutzungen zu ermöglichen. Im Rahmen der ersten Programmrunde wurden zu diesem Zweck an 21 Standorten ca. 300 ha Bahnflächen auf Entbehrlichkeit überprüft. Hiervon konnten ca. 40 ha den Gemeinden zum Kauf angeboten und mit ökonomisch und städtebaulich tragfähigen Nutzungsperspektiven versehen werden. In zwölf Fällen kam es zum Kaufvertragsabschluss zwischen Bahn und Kommune. An einigen Standorten wurden bereits geplante Objekte realisiert.

Leitung: Dr. Hans-Jürgen Seimetz
Dipl.-Ing. Hans-Peter Hege
Dipl.-Ing. Manfred Hopfauf

 

Region Mittlerer Oberrhein

Profil des Regionalverbandes Mittlerer Oberrhein

Der Regionalverband ist eine Körperschaft des Öffentlichen Rechts. Wir sind Träger der Regionalplanung und zuständig für die Stadtkreise Karlsruhe und Baden-Baden sowie für die Landkreise Karlsruhe und Rastatt.

Der Regionalverband legt die anzustrebende räumliche Entwicklung und Ordnung über Ziele und Grundsätze der Raumordnung für eine Region mit rund 1 Million Einwohnern im Regionalplan fest. In diesem Zusammenhang treffen wir Festlegungen zur anzustrebenden Siedlungsstruktur, zur Freiraumstruktur und zu den zu sichernden Standorten und Trassen für die Infrastruktur in der Region.

Interesse und Vorarbeiten im Gebiet Flächenmanagement

Bauflächenbedarf und –verfügbarkeit sind entscheidende „Stellgrößen“ für die Entwicklung der Region. Neben der Sicherung eines verfügbaren, quantitativ angemessenen Bauflächenumfangs kommt es für eine regional ausgewogene Entwicklung vor allem auch auf die „Vermarktungsfähigkeit“ der Flächen an. Hierbei kann ein aktives Flächenmanagement auf verschiedenen Ebenen Hilfestellung leisten:
Für die Planungspraxis ist eine verlässliche Angebotsübersicht hilfreich. Derzeitige Statistiken sind nicht maßgeschneidert oder lückenhaft.
Wir erwarten eine verstärkt dialogorientierte Vorgehensweise durch Überzeugung der Kommunalen Ebene und einer verstärkten interkommunalen Zusammenarbeit.
Wir erwarten eine verstärkte Bewusstseinsschaffung auf der „Entscheiderebene“. Eine auf Akzeptanz basierende Vorgehensweise im Rahmen von Entscheidungsprozessen muss flankierend zu den rechtlich legitimierten Steuerungsmöglichkeiten an Bedeutung gewinnen.
Für den Regionalverband ist das Thema immanenter Bestandteil unseres Aufgabenportfolios. Als Kooperationspartner haben wir das Projekt „Reaktivierung innerörtlicher Freiflächen im Murgtal“ begleitet (vgl. Projektauflistung des ISL).
Derzeit erarbeiten wir eine Studie zum Thema Gewerbeflächenverfügbarkeit in der Region. Die Ziele bestehen u. a. in der Erarbeitung einer quantitativen Übersicht vorhandener Gewerbeflächenpotenziale. Gemeinsam mit Kommunalen Partnern und Partnern aus der Wirtschaftsförderung streben wir eine dialogorientierte Vorgehensweise bei der strategischen Ausrichtung der Region im interregionalen Wettbewerb an.

Leitung: Dr. Gerd Hager
Dipl.-Ing. Dirk Büscher
Dipl.-Ing. (FH) Kristine Rubio-Lorenzo

 

Region Südlicher Oberrhein

Der Regionalverband Südlicher Oberrhein ist als Körperschaft des öffentlichen Rechts zuständig für die räumliche Ordnung und Sicherung der Zukunftsfähigkeit der Region. Das Verbandsgebiet umfasst die Landkreise Breisgau-Hochschwarzwald, Emmendingen, den Ortenaukreis und die Stadt Freiburg. In den insgesamt 126 Städten und Gemeinden leben über eine Million Menschen.
Zu den Aufgaben des Regionalverbandes zählen:

• die Fortschreibung des Regionalplanes als rechtsverbindlicher Rahmen für die räumliche Ordnung und Entwicklung der Region;
• die Fortschreibung des Landschaftsrahmenplanes als ökologische und freiraumbezogene Grundlage;
• die Erarbeitung von Regionalen Entwicklungskonzepten;
• Beratung der Kommunen in Fragen der räumlichen Planung und Entwicklung;
• Zusammenarbeit mit den Partnern in Deutschland, Frankreich und der Schweiz;
• die Vertretung regionaler Interessen gegenüber Bund und Land.

Ausgewählte Referenzen
Neben dem Regionalplan als formalem Planungsinstrument setzt der RVSO zur effizienten Aufgabenwahrnehmung auch informelle Instrumente ein. Zur Bewältigung aktueller Aufgabenstellungen werden ergänzende Studien durchgeführt und Regionale Entwicklungskonzepte aufgestellt. Jüngste Beispiele hierfür sind:
• Untersuchung der Langfristperspektiven für die Entwicklung des Schienenverkehrs im Oberrheinraum
• Erstellung eines „Regionalen Entwicklungskonzepts zur Nutzung regenerativer Energien und zur Reduktion der CO2-Emissionen“
• Erarbeitung einer Regionalen Klimaanalyse Südlicher Oberrhein (REKLISO)
• INTERREG III B Projekt - PUSEMOR -(Appropriate basic provision of PUblic SErvices as an essential precondition for sustainable development in sparsely populated MOuntain Regions) zur Sicherung der Grundversorgung als Beitrag zur Nachhaltigen Entwicklung dünnbesiedelter Gebiete
• Aufbau und Pflege des „Räumlichen Informationssystems Südlicher Oberrhein (RISO)“ auf der Basis eines Geografischen Informationssystems

Leitung: Dr. Dieter Karlin
Dipl.-Ing. Thomas Kiwitt

 

Region Hochrhein-Bodensee

Über Grenzen denken und handeln...
Für die Region Hochrhein-Bodensee ist die Lage an der Grenze das bestimmende Element.

Der Regionalverband Hochrhein-Bodensee - eine der 12 Planungsregionen in Baden-Württemberg - erstreckt sich entlang der 334 km langen Grenze des Landes zur Schweiz vom Bodensee bei Konstanz bis zum Dreiländereck um Basel. Während die Region in der Ost-West-Richtung in Luftlinie 126 km lang ist, misst sie in der Nord-Süd-Richtung an der breitesten Stelle zwischen Bad Säckingen und Todtnau nur 35 km.
Zum Regionalverband gehören die Landkreise Lörrach und Waldshut und durch den Schweizer Kanton Schaffhausen getrennt, der Landkreis Konstanz. Die Region umfasst eine Fläche von 2756 qkm, auf der rd. 650.000 Menschen wohnen. Die Siedlungsstruktur wird einerseits beispielsweise von der Entwicklungsachse im Hochrheintal und andererseits von den ländlichen Räumen im Schwarzwald und Hegau geprägt.
Die planerische Zusammenarbeit in der Region ist besonders durch die Grenzlage geprägt. Wenn auch die Staatsgrenze noch manche Eigenentwicklung in den Ländern gegeneinander abschirmt, so ist das Hochrhein-Bodenseegebiet beidseits der Grenze als einheitlicher Lebensraum zu betrachten. Viele Maßnahmen wirken sich in Folge der engen Verflechtungen direkt über die Grenze aus; beispielhaft seien hier nur Fragen der Siedlung und des Freiraumes, der Reinhaltung des Bodensees, des Schutzes der Flachwasserzone, des Arbeitsmarktes mit 30 000 Grenzgängern und des Verkehrs auf Schiene und Straßen genannt.
Aufgrund der besonderen Entwicklungsdynamik dieses Grenzraumes und der hohen landschaftlichen Qualität bestehen für die künftige Raumentwicklung besondere Anforderungen. Die Thematik einer flächenschonenden Siedlungsentwicklung stellt eine Kernaufgabe der künftigen Regionalplanung und Regionalpolitik dieser Region dar.

Leitung: Dipl.-Geogr. Karl Heinz Hoffmann-Bohner, Raumplaner ETH/NDS
Dipl.-Ing. Marcel Herzberg
Dipl.-Ing. Jean-Michel Damm

 

Kanton Basel-Landschaft, Schweiz

Bau- und Umweltschutzdirektion, Amt für Raumplanung Basel-Landschaft

 

Beschreibung folgt in kürze

Leitung: Herr Hans-Georg Bächtold
Herr Martin Huber

 

Verband Region Stuttgart

Der Verband Region Stuttgart erfüllt in der Metropolregion Stuttgart u.a. wichtige Aufgaben in den Feldern Regionalplanung, Landschaftsplanung, Verkehrsplanung und Sicherung und Entwicklung von regionalbedeutsamen Infrastrukturen. Ein zentrales Anliegen ist dabei eine integrierte, übergemeindliche Planung und Umsetzung im regionalen Zusammenhang. Einem ausgewogenen Verhältnis in der Flächeninanspruchnahme zwischen Außen- und Innenentwicklung kommt dabei eine große Bedeutung zu.

  • Mit den Instrumenten regionale Grünzüge und Grünzäsuren werden wichtige Freiraumzusammenhänge gesichert und entwickelt
  • In regionalbedeutsamen Schwerpunkten für den Wohnungsbau und für Industrie- und Dienstleistungseinrichtungen werden Schwerpunkte der Siedlungsentwicklung vorgegeben
  • Im Rahmen der Aufgabenträgerschaft für die S-Bahnen und mit dem Ausbau des Netzes wird im Bereich ÖPNV die wachsende Mobilität und das steigende Verkehrsaufkommen bewältigt
  • Sicherung und Ausbau der Infrastrukturen sind für den Wirtschaftsraum von großer Bedeutung und werden durch die Wirtschaftsförderung der Region (WRS) unterstützt
  • Eine Abstimmung der kommunalen Planungen und Entwicklungen auf die regionalen Zielsetzungen ist für eine nachhaltige Entwicklung unerlässlich.

Die Erfassung der Flächenpotenziale im regionalen Maßstab, die hierzu sinnvollen Instrumente und Verfahren mit den Kommunen zu erforschen und zu erproben sind wesentliche Ziele des Projektes.

Leitung: Dr.-Ing. Dirk Vallée
Dipl.-Ing. Ulrich Schön

 

Region Nordschwarzwald

Aufgaben:
Wir planen, beraten und entwickeln auf Grundlage des Landesplanungsgesetzes
Baden-Württemberg. Unsere wichtigste Aufgabe ist die Erstellung und Fortschreibung des
Regionalplanes, des Landschaftsrahmenplanes und des Rohstoffsicherungskonzeptes. Daneben wirken wir an der Landesplanung mit und sind an Bauleit- und Fachplanung beteiligt.

Der erste Regionalplan wurde 1980, der zweite 1990 genehmigt. Der aktuelle
Regionalplan ist seit 21. März 2005 verbindlich. Der Regionalplan besteht aus den Plansätzen, dem
Begründungsteil, der Strukturkarte (1:200.000) und der Raumnutzungskarte (1:50.000). Er
enthält Grundsätze, Ziele und Vorschläge für die gesamträumliche Ordnung und Entwicklung der
Region. Hierzu werden unter anderem ausgewiesen:
- Entwicklungsachsen & Zentrale Orte
- Siedlungsbereiche
- Gewerbegebiete
- Regionale Grünzüge und Grünzäsuren.......
- Bodenschutz
- Hochwassergefährdete Bereiche
- Rohstoffsicherung
- Einzelhandel
- Regenrative Energien
- Tourismus
- Land- und Forstwirtschaft
- Schwerpunkte für Industrie und
..Dienstleistungseinrichtungen
- Funktionales Straßennetz

Weitere Aufgaben des Regionalverbandes sind die Beratung der Träger der
Bauleitplanung (Städte und Gemeinden) und die Unterrichtung und Beratung anderer
Planungsträger (z.B. Naturschutzbehörden und Straßenbauverwaltung) über die Erfordernisse,
die sich aus dem Regionalplan ergeben. Gemeinden können sich auch selbst an den
Regionalverband zur Anforderung "gutachterlicher" Stellungnahmen wenden.

Die Region:
Die Region Nordschwarzwald liegt im Südwesten Deutschlands. Sie ist eine von
zwölf Regionen in Baden-Württemberg und setzt sich aus dem Enzkreis, dem Oberzentrum Pforzheim, dem Kreis Calw und dem Kreis Freudenstadt zusammen. In der Region leben auf 2.339 km2 über 600.000 Menschen.

Die Zukunftsregion Nordschwarzwald ist ein Wirtschaftsstandort mit hoher Lebensqualität. Die Schönheit der Landschaft, reizvolle Kur- und Erholungsorte und der Naturpark Nordschwarzwald, eingebunden in einen Raum bedeutender industrieller Aktivität, schaffen den hohen Freizeitwert, dessen sich die Zukunftsregion Nordschwarzwald rühmen darf.

Die Wirtschaft der Region Nordschwarzwald ist mittelständisch geprägt. Moderne Industrien mit weltweiten Verbindungen charakterisieren das wirtschaftliche Geschehen. Der industrielle Schwerpunkt liegt im nördlichen Teil des Gebietes. Die Stadt Pforzheim ist das wirtschaftliche Oberzentrum der Region und das Zentrum der deutschen Schmuck- und Uhrenindustrie.

Die Region Nordschwarzwald verzeichnete in der Vergangenheit die prozentual
fünfthöchste Bevölkerungs- zunahme aller 97 bundesdeutschen Regionen. In gut 20 Jahren hat die Bevölkerung um fast 100.000 zugenommen.

Von den insgesamt mehr als 180.000 sozialversicherungspflichtig beschäftigten Arbeitnehmern (in Betrieben ab 20 Mitarbeitern) arbeiten etwa 51 Prozent im produzierenden Gewerbe und 48 % im gesamten tertiären Sektor. Das verarbeitende Gewerbe ist durch eine Branchenvielfalt, moderne Technologien und eine hohe Exportintensität gekennzeichnet. Innerhalb des eistungsstarken Dienstleistungsgewerbes bilden die Handelsbetriebe einen Schwerpunkt.

Leitung: Herr Jens Kück
Frau Kerstin Baumann

Region Neckar-Alb

Der Regionalverband Neckar-Alb ist für die räumliche Ordnung und Entwicklung der Region verantwortlich. Zur Region Neckar-Alb gehören die Landkreise Reutlingen, Tübingen und der Zollernalbkreis.
Die Städte Reutlingen und Tübingen, ca. 40 km südlich der Landeshauptstadt Stuttgart gelegen, bilden das Oberzentrum der Region.
Auf einer Fläche von 2.531 km² leben rund 670.000 Einwohner, davon rund 110.000 in Reutlingen und rund 81.000 in der Universitätsstadt Tübingen.

Die Ansprüche der Menschen wie Baugebiete, Verkehrswege, Freizeit-, Erholungs- und Versorgungseinrichtungen mit den natürlichen Gegebenheiten unserer vielgestaltigen, schönen Landschaft in Einklang zu bringen und die Zukunftschancen zu nutzen - das ist die Aufgabe des Regionalverbandes.

Vielfältige Entwicklungen wie
• Bevölkerungswachstum
• Verlust von Arbeitsplätzen
• steigendes Verkehrsaufkommen
machen eine koordinierte und überörtliche Planung dringend notwendig.

Der Regionalverband bietet eine Grundlage für das gemeinsame Miteinander. Er handelt in eigener Verantwortung. Rechtliche Grundlage ist das Landesplanungsgesetz Baden-Württemberg.

Leitung: Prof. Dr. Dieter Gust, lic.rer.reg.

Wirtschaftsministerium des Landes Baden-Württemberg

Das Wirtschaftsministerium ist die oberste Raumordnungs- und Landesplanungsbehörde in Baden-Württemberg und in dieser Funktion unter anderem zuständig für die Aufstellung des Landesentwicklungsplans sowie für die landesweite Raumbeobachtung. Weiterhin übt das Wirtschaftsministerium die Fachaufsicht über die Regionalverbände des Landes aus und betreut die Förderprogramme der Städtebaulichen Erneuerung.

1. Das Wirtschaftsministerium hat im Landesentwicklungsplan (LEP) 2002 wesentliche Weichenstellungen für eine nachhaltige Siedlungsentwicklung vorgenommen und das Ziel gesetzt, die künftige Neuinanspruchnahme bislang unbebauter Flächen für Siedlungs- und Verkehrszwecke deutlich zurückzuführen.

2. Das Wirtschaftsministerium und das Ministerium für Umwelt und Verkehr haben im Jahr 2002 die Studie "Innenentwicklung PUR – planen und realisieren" in Auftrag gegeben, die Ideen und Methoden zur Stärkung und Aktivierung von Innenentwicklungspotenzialen aufzeigt.

3. Im Juli 2003 wurde vom damaligen Wirtschaftsminister auf der Grundlage des Landesentwicklungsplans der so genannte "Flächensparappell" veröffentlicht. Darin forderte der Minister alle Planungsträger und Genehmigungsbehörden im Land zu engagiertem Flächensparen auf.

4. Am 15. und 16. Mai 2003 haben das Wirtschaftsministerium, das Ministerium für Umwelt und Verkehr sowie das Institut für Städtebau und Landesplanung, Universität Karlsruhe den Fachkongress "Innenentwicklung vor Außenentwicklung – Strategien, Konzepte, Instrumente" veranstaltet.

5. Die Landesregierung hat im Oktober 2004 das Aktionsbündnis "Flächen gewinnen in Baden-Württemberg" gegründet. Mitglied ist unter anderem, auf Hinwirken des Wirtschaftsministeriums, die AG der Regionalverbände.

6. Das Wirtschaftsministerium hat im Mai 2004 die Veranstaltung "Baulandinitiative Baden-Württemberg – Wohnbaulandentwicklung im Spannungsfeld von Flächensparen und Flächenbedarf" durchgeführt. Ziel der Veranstaltung war es, möglichst umfassend und vor allem praxisnah die gegenwärtige und künftige Entwicklung des Wohnbaulands vor dem Hintergrund der notwendigen Reduzierung der Flächeninanspruchnahme in Baden-Württemberg zu beleuchten. In diesem Jahr wird die Veranstaltung nun auf der Ebene und unter Federführung der Regierungspräsidien sowie mit Beteiligung der Regionalverbände in vier regionalen Kongressen unter dem Dach des Aktionsbündnisses fortgeführt.

7. Zur Förderung zukunftsweisender, nachhaltiger Projekte aus dem Bereich der Stadterneuerung hat das Wirtschaftsministerium in Zusammenarbeit mit der Architektenkammer Baden-Württemberg im Februar 2004 für die Jahre 2004/2005 erstmals den (zweistufigen) Landeswettbewerb „Zukunftsfähige Stadterneuerung in Baden-Württemberg“ ausgelobt. Die Initiative zum Landeswettbewerb soll, mit jeweils neuen Schwerpunkten, in den kommenden Jahren fortgesetzt werden.

>> Referat Raumordnung und Raumbeobachtung


Dr. Hans-A. Haasis

>> Referat Städtebau, Bauplanungsrecht


Herr Martin Rist

 

Umweltministerium des Landes Baden-Württemberg

>> Referat Boden

Im Ministerium für Umwelt des Landes Baden-Württemberg (UM) ist die „Reduzierung der Flächeninanspruchnahme“ ein umweltpolitisches Schwerpunktthema. Das UM hat in den vergangenen Jahren dazu eine Vielzahl von Projekten unterstützt und Initiativen ergriffen.

Umweltplan Baden-Württemberg:
Der Ende des Jahres 2000 von der Landesregierung beschlossene Umweltplan Baden-Württemberg legt das Ziel fest, die Bodenressourcen im Interesse nachfolgender Generationen nach den Grundsätzen der Nachhaltigkeit zu bewirtschaften. Das Land strebt an, zur langfristigen Sicherung von Entwicklungsmöglichkeiten und zum Erhalt ausreichender Freiflächen die Inanspruchnahme bislang unbebauter Flächen für Sieldungs- und Verkehrszwecke bis zum Jahr 2010 deutlich zurückzuführen. Einen besonderen Schwerpunkt hat Baden-Württemberg auf Forschungs- und Modellprojekte im Rahmen der Umweltforschung gelegt, um Lösungen für ein Flächenrecycling und Flächenmanagement zu entwickeln und diese mit Praktikern zu erproben. Beispiele dazu sind:

• ECOLUP – Umweltmanagement in der Bauleitplanung
• Nachhaltiges Planen und Bauen am Oberrhein
• Innenentwicklung PUR Planen und Realisieren
• Bodenschutzkonzept Stuttgart
• Nachhaltiges Bauflächenmanagement Stuttgart
• Regionaler Gewerbeflächenpool Neckar-Alb
• Umweltpolitischer Schwerpunkt der Landesanstalt für Umweltschutz „Kommunales Flächenmanagement“

Interministerieller Arbeitskreis „Reduzierung der Flächeninanspruchnahme“
Die Landesregierung hat dazu einen Interministeriellen Arbeitskreis „Reduzierung der Flächeninanspruchnahme (IMAK) mit dem Auftrag eingerichtet, eine ressortübergreifende Strategie auszuarbeiten. Auf den Bericht des IMAK in der Anlage der Landtagsdrucksache 13/3755 vom 17.11.2004 wird verwiesen.

Aktionsbündnis „Flächen gewinnen in Baden-Württemberg“
Breites Bündnis mit kommunalen Landesverbänden, Arbeitsgemeinschaft der Regionalverbände, Naturschutzverbände, Architektenkammer, Arbeitsgemeinschaft baden-württembergischer Bausparkassen, Industrie- und Handelskammertag, Handwerkskammertag.

Öffentlichkeitskampagne „Flächen gewinnen in Baden-Württemberg“
Die Landesregierung weist im Rahmen ihrer Öffentlichkeitsarbeit ( z. B. in der Öffentlichkeitskampagne „Flächen gewinnen in Baden-Württemberg“) und durch Fortbildungsveranstaltungen die Gemeinden und die Öffentlichkeit regelmäßig auf die Berücksichtigung dieser Grundsätze hin, um das Bewusstsein im Sinne der Reduzierung der Flächeninanspruchnahme zu schärfen.

Herr Stefan Gloger
Herr Ralf Ewald